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Beitragshöhe als Selbständiger

 

Die Beitragszahlung als selbständiger Rechtsanwalt richtet sich grundsätzlich nach § 27 der Satzung. Der monatliche Regelpflichtbeitrag beträgt gem. § 27 Abs. 2 der Satzung im Jahr 2017 593,73 Euro.

 

Der Regelpflichtbeitrag wird auf der Grundlage der jeweils gültigen Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung (2017: 6.350 Euro) und einem 5/10-Beitragssatz in der gesetzlichen Rentenversicherung (2017: 18,7% / 2 = 9,35%) berechnet.

 

Liegt der monatliche Gewinn aus selbständiger anwaltlicher Tätigkeit unterhalb der o.g. Beitragsbemessungsgrenze, so wird der zu entrichtende Beitrag auf schriftlichen Antrag vom erzielten Gewinn gem. § 27 Abs. 4 der Satzung berechnet.

Bild Frau

Beispiel:

  • monatlicher Gewinn: 2.500 Euro
  • 5/10-Beitrag: 2.500,00 Euro x 9,35% = 233,75 Euro

Beginn einer selbständigen Tätigkeit

Zu Beginn der selbständigen anwaltlichen Tätigkeit benötigen wir zur einkommensabhängigen Beitragsfestsetzung gem. § 27 Abs. 4 der Satzung eine anwaltlich versicherte Selbstauskunft über den geschätzten Gewinn ab dem Zeitpunkt der Pflichtmitgliedschaft bzw. ab Aufnahme dieser Tätigkeit. Liegt der monatliche Gewinn aus selbständiger anwaltlicher Tätigkeit im Jahr 2017 unter 635 Euro im Monat, so ist der Mindestbeitrag in Höhe von 59,37 Euro zu entrichten.

 

Innerhalb der ersten drei Jahre einer Mitgliedschaft bzw. der ersten drei Jahre nach Aufnahme einer selbständigen anwaltlichen Tätigkeit kann der Beitragssatz bis auf den vollen Beitragssatz in der gesetzlichen Rentenversicherung in Zehntelschritten erhöht werden (§ 27 Abs. 3 bzw. 7 der Satzung).

Einkommensnachweise

Zur Beitragsfestsetzung im aktuellen Jahr ist ein Einkommensnachweis des vorletzten Kalenderjahrs gem. § 27 Abs. 5 der Satzung bis zum 31.03. des aktuellen Kalenderjahrs einzureichen.

 

Der Einkommensnachweis wird durch Vorlage des Einkommensteuerbescheids des vorletzten Kalenderjahrs, durch Vorlage einer Bescheinigung eines Angehörigen der steuerberatenden Berufe oder durch sonstigen geeigneten Nachweis erbracht.

Erheblicher Einkommensrückgang

Sofern die Einkünfte aus selbständiger anwaltlicher Tätigkeit im laufenden Geschäftsjahr erheblich gegenüber dem vorletzten Kalenderjahr sinken, besteht die Möglichkeit zur Ermäßigung des Pflichtbeitrags gem. § 27 Abs. 5 Nr. 1 2. Halbsatz der Satzung.

 

Für Fragen stehen wir Ihnen während unserer Geschäfts-/Telefonzeiten gerne zur Verfügung.